Grußwort zur 5. Bremer Integrationswoche



Bremen ist ein Land, in dem sich Menschen verschiedenster Kulturen und Religionen mit ganz unterschiedlichen Lebensformen, Sprachen und Gebräuchen begegnen. Dies bereichert das Zusammenleben, erweitert Horizonte und macht Bremen zu einem bunten, freundlichen und weltoffenen Land.

Gerade vor dem Hintergrund der hohen Zahl an Flüchtlingen, die in den vergangenen Monaten zu uns gekommen sind, ist das Thema Integration wichtiger denn je. Das große Engagement vieler Bremer und Bremerhavener trägt entscheidend dazu bei, diese große Herausforderung zu bewältigen. Und wir brauchen auch weiterhin viel ehrenamtliche Unterstützung, um ein stabiles Umfeld für ein gutes Zusammenleben aller zu schaffen.

Wie lässt sich ein friedliches Miteinander der unterschiedlichen Kulturen und Lebenserfahrungen, das geprägt ist von Respekt und Anerkennung, realisieren? Wie kann den zu uns Geflüchteten der Start in ein neues Leben erleichtert werden? Wie gehen wir mit den Ängsten und Sorgen einiger Bürgerinnen und Bürger um und welche Rolle kann die bunte Bremer Gesellschaft in all dem spielen? Wie bekämpfen wir wirkungsvoll Rassismus und Menschenfeindlichkeit?

Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich unsere Integrationswoche, die dieses Jahr zum fünften Mal stattfindet. Mit vielen Veranstaltungen, auch in den Stadtteilen, wollen wir vor allem Begegnung ermöglichen, die der Schlüssel für ein gutes Miteinander ist.

Es wird aber auch um Bildung und Ausbildung gehen, um Sprache und Wohnen, um Wertvorstellungen und ethische Fragen, um Wirtschaft, Arbeit, Rechtsstaat und Demokratie. Nur zwei Beispiele: Eine wichtige Frage heißt: wie können ausländische Berufsabschlüsse in Deutschland anerkannt werden? Ein Infotag bietet allen Interessierten die notwendigen Informationen zum Thema. Auf der Veranstaltung „Musik ohne Grenzen“ treffen sich Musikerinnen und Musiker aus aller Welt, um gemeinsam zu spielen und zuzuhören.

Wir wünschen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer Integrationswoche spannende Begegnungen und anregende Gespräche. Vor allem hoffen wir aber, dass Alt- und Neubremerinnen und -bremer als Gemeinschaft weiter zusammenwachsen.